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Das Buch-Buch


Gemeinsam mit Alexandra Rotter und Daniel Resch zeichne ich für die Herausgabe dieser Anthologie über das Büchermachen verantwortlich:



Buch-Buch-DeckblattDas Buch-Buch. Ein Buch über das Buch? Wozu?

Viele Menschen haben oft jahrelang eine Buchidee im Kopf, doch es fehlt ihnen der Mut, sie zu verwirklichen. In diesem Sammelband erfahren Sie, was Autoren, Verleger, Herausgeber und andere Buchnarren mortiviert, Büchern zum Leben zu verhelfen. Sie berichten über ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Enttäuschungen. Letztlich treibt sie vor allem die Freude am Buch an. Diese Anthologie liefert auch Zukunftsvisionen: Vielfach totgesagt, hat das Buch es verdient, ihm die Ehre zu erweisen ― hoffentlich nicht die letzte.



Aus dem Vorwort: Machen wir’s einfach.

Wahrscheinlich hat schon jede und jeder, die oder der selbst gerne liest, einmal eine Idee für ein Buch gehabt. Manche tragen die Idee sogar jahre- oder jahrzehntelang mit sich herum, trauen sich aber nicht, sie Realität werden zu lassen. Es könnte sein, dass sich niemand für das Buch interessiert, man sich damit blamiert oder es einfach zeitlich nicht auf die Reihe bekommt. Für viele setzen die Zweifel sogar noch davor ein, nämlich bei der Frage: Wie funktioniert das eigentlich ― ein Buch herausgeben? Auch wir standen vor diesen Herausforderungen. Wir lesen gerne und lieben das Gefühl, ein frisch gedrucktes Buch in Händen zu halten. Und immer wieder passiert es uns, dass wir ein Buch zu einem bestimmten Thema suchen, um dann festzustellen, dass es das nicht gibt ― und wir es selbst »machen« müssten.

Wir warfen also kurzerhand unsere Zweifel über Bord und suchten nach einer Möglichkeit, das Handwerk des Verlegens zu erlernen. Schließlich musste doch jeder irgendwann einmal bei Null beginnen. So stießen wir auf die »Werkstätte Buchverlag«, eine Initiative von Elmar Weixlbaumer, dem Gründer und Eigentümer des in Wien ansässigen Goldegg-Verlags. Dieser zweisemestrige Lehrgang war lange Zeit in Österreich das einzige entsprechende Angebot.

Mit jeder neuen Kurseinheit wurde uns immer bewusster: Verleger werden ist nicht schwer, Verleger sein dagegen sehr. Oder anders gesagt: Durch die heutigen technischen Möglichkeiten kann fast jeder ein Buch herausgeben. Doch vom Bücherverlegen zu leben, ist eine riesige Herausforderung.

Hier ein paar Gustostücke, die wir im Kurs erfahren haben: Nur rund sieben Prozent der Bevölkerung lesen regelmäßig; in Österreich wird jede Woche ein neuer Verlag gegründet, während ein anderer seine Tätigkeit einstellt; Bücher haben ― so der saloppe Vergleich unseres Kursleiters ― den Verkaufspreis von Waschmittel, aber die Auflage von Lamborghinis, was heißt, dass sich bestenfalls ein minimaler Gewinn erzielen lässt. Gegenbeispiele wie Bestseller à la Harry Potter oder Fifty Shades of Grey lassen sich an einer Hand abzählen.

Wir wollten uns davon aber nicht völlig entmutigen lassen. Nicht zuletzt aus diesem Grund wollten wir von Autorinnen und Autoren, Herausgeberinnen und Herausgebern, Grafikerinnen und Grafikern und anderen am Verlegen beteiligten Personen erfahren, was sie dennoch motiviert, Bücher zu machen. Wir haben sie gebeten, uns zu berichten, welche Erfahrungen sie gemacht haben, wie sie Herausforderungen meistern und die Zukunft des Buches sehen. Das Ergebnis, das wir großspurig »Das Buch-Buch« nannten, halten Sie in Händen. Es ist keine Anleitung zum Verlegen für Dummies, sondern eine Sammlung aus Erfahrungen mit dem Verlegen ― dazu gehören Hoffnungen, Erfolge und Enttäuschungen.

Wir hoffen, mit diesem Buch künftigen Verlegerinnen und Verlegern Mut zu machen, ihre eigenen Buchideen zu verwirklichen.



Wenn Sie Interesse an dieser Anthologie haben, können Sie das Buch über unsere Website bestellen.